Wärmebildkamera

Sinnvolle Anschaffung

Wärmebildkamera UCF 3200 

Seit 1 Jahr ist die Feuerwehr Horn im Besitze einer Wärmebildkamera. Einer UCF 3200 der Firma Dräger, welche Ihr auf dem Bild nebenan sieht. Bis anhin waren wir immer auf die Kamera des Stützpunktes angewiesen. Da wir aber vermehrt schon Situationen hatten, welche einen Wärmebildkamera Einsatz erforderten, erschien es sinnvoll über die Anschaffung einer solchen zu diskutieren.

Schlussendlich wurde eine hochmoderne Kamera beschafft. Und siehe da, kaum eingetroffen kam sie auch schon einige Male sinnvoll zum Einsatz.

 

Wie funktioniert eigentlich eine Wärmebildkamera?

UCF 3200 im Einsatz 

In einem Raum mit dichtem Rauch ist es oft schwer vermisste Personen zu finden. Man nimmt kurzerhand die Wärmebildkamera und schon hat man ein relativ klares Bild vor sich.

Wie arbeitet also eine Wärmebildkamera?

Sie arbeitet mit Infrarotstrahlung, die für das menschliche Auge unsichtbar ist und wandelt diese in ein helles Bild um. Jedes Objekt strahlt langwellige Infrarotstrahlung ab, unabhängig seiner Temperatur zur Raumtemperatur.
Langwellige Infrarotstrahlung durchdringt problemlos den dichtesten Rauch, dies übrigens auch bei absoluter Dunkelheit. Die Kamera benötigt nämlich kein sichtbares Licht.


 

Eine Wärmebildkamera ist also das Sichtgerät für alle Fälle?

Nicht ganz, bei so vielen Vorteilen gibt es auch Sachen, die diese Kamera nicht sehen kann. Wärmebildkameras können keine Materialien durchdringen , die die langwellige Strahlung absorbieren, solche wie z.B. Glas oder Wasser. Wenn also ein Feuer hinter einer Glasscheibe ist, wie dies manchmal bei einem Kamin im Wohnzimmer der Fall ist, zeigt die Kamera keine Wärme an. Das gleiche Phänomen tritt übrigens auch in Gewächshäusern auf: Die kurzwelligen Sonnenstrahlen dringen durch das Glas. Die langwellige Strahlung die von den Objekten im Innern abgegeben werden, kann wiederum nicht nach aussen, weil sie vom Glas absorbiert werden. Dies erwärmt das Gewächshaus.

Eine Kamera kann also nicht durch Glas sehen, wie funktioniert dann die Linse?

Die Kamera besteht aus 4 Hauptbestandteilen und dem Schutzgehäuse:

Die Linse:
Sie funktioniert wie bei einer normalen Fotokamera. Sie bringt das Bild jedoch nicht auf einen Film sondern auf einen Detektor. Die Linse ist aus den bekannten Gründen logischerweise nicht aus Glas sondern aus dem Metall Germanium gefertigt.

Der Detektor: Hier werden die langwelligen Strahlen in elektrische Signale umgewandelt.

Die Elektronik: Die Signale vom Detektor werden von der Elektronik in ein für den Menschen sichtbares Bild umgewandelt. Die Elektronik überprüft ebenso die Batteriestärke, das Wärmeverfahren sowie die Grafik der Linse.

Der Bildschirm: Er ist gewöhnlich so dargestellt, dass heisse Objekte weiss und kältere Objekte schwarz dargestellt werden. Moderne Kameras wie unsere besitzen ein Farbdisplay mit 6 Farbpaletten, welche eine optimale Darstellung der Wärmebilder erlaubt. Die einzelnen Bilder können auf dem integrierten Speicher im Handgriff abgespeichert und am PC ausgelesen werden.

 

Dräger Infos

Natürlich besitzt die Firma Dräger umfngreiches Infomaterial über die UCF 3200. Das möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Einfach untenstehende Bilder anklicken anklicken.

 

Produktinfo UCF 1600/3200. (PDF)   Wer für andere durchs Feuer geht, muss Gefahren schnell erkennen. (PDF)   Auf den Spuren des Feuers. (PDF) 

 

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